Balkonanbau kein wichtiges Interesse

Nachrüstbalkone an AltbauGemäß § 16 WEG ist ein Wohnungseigentümer unter gewissen Umständen berechtigt, sein Wohnungseigentumsobjekt zu verändern. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine solche Änderung weder andere Wohnungseigentümer, noch die äußere Erscheinung des Hauses, noch die Sicherheit von Personen oder Sachen beeinträchtigen darf. Werden allgemeine Teile der Liegenschaft (die ja nicht einem einzelnen Wohnungseigentümer, sondern der Gemeinschaft zugeordnet sind) in Anspruch genommen, so gilt außerdem, dass die Änderung „der Übung des Verkehrs“ entsprechen oder „einem wichtigen Interesse“ des Wohnungseigentümers dienen muss. Der OGH hat nun in der Entscheidung 5 Ob 212/15k festgestellt, dass diese Voraussetzungen beim nachträglichen Balkonanbau (zumindest in konkretem Fall) nicht gegeben sind. Die beantragte Änderung wurde daher abgewiesen.

Hinweis: Die gesamte Entscheidung zum Nachlesen finden Sie bitte hier. Diese News wurde von Dr. Clemens Limberg Rechtsanwalts GmbH (LimLaw) zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu dieser hauptsächlich im Immobilienrecht tätigen Rechtsanwaltskanzlei finden Sie bitte hier.