Delogierung: Wann darf ein Mieter zwangsgeräumt werden?

16343600_1390136954391374_524786604_nDie gestrige Berichterstattung über die dramatische Gasexplosion bei einem Delogierungsversuch in Wien sorgte für große Erschütterung und offene Fragen. Immer mehr Menschen sind aufgrund langfristigen Mietrückstandes von Zwangsräumungen bedroht. In unserem Rechtssysten bedarf es allerdings driftige Gründe, um einen Mieter loszuwerden.

Die Vollstreckung von Delogierungen ist ein deprimierendes Unterfangen. Auch Hausverwaltungen werden häufig mit Räumungsklagen konfrontiert. Ihre all-in-one Gebäudeverwaltung berichtet darüber, in welchen Fällen die Hausverwaltung veranlassen kann, dass Mieter delogiert werden:

Abgesehen vom Mietrückstand gelten gemäß § 30 Abs.2 MRG auch noch andere Gründe für eine drohende Delogierung. Dementsprechend kann das Mietverhältnis gekündigt werden, insofern als der Vermieter eigenen Wohnbedarf hat. Auch unzumutbares Verhalten oder Vertragsverletzungen wie mutwillige Beschädigungen und unzulässige Untervermietung stellen driftige Gründe dar. 
Verlässt der Mieter die Wohnung selbst nach fristloser Kündigung nicht, so bedarf es oftmals einer Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher. Die häufigste Ursache ist jedoch Zahlungsrückstand. Die Wohnservices in Wien versuchen Delogierungen grundsätzlich zu vermeiden und bieten umfassende Beratung an. So wurden im vergangenen Jahr “nur” rund 2500 Haushalte in Wien zwangsgeräumt.

Diese News wurde von der all-in-one Gebäudeverwaltung GmbH, einem Unternehmen der Limberg Real Estate Group, zur Verfügung gestellt. Weitere Information dazu finden Sie bitte hier.