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Haustiere in der Wohnung: Erlaubt oder nicht?

Viele Menschen können sich ein Leben ohne Hund oder Katze nicht vorstellen. Für sie gehören Haustiere ebenso zur Familie, wie Ehepartner und Kinder. Da ist es selbstverständlich, dass sie diese auch bei sich wohnen haben wollen.
Hunde, Katzen, Hamster & Co dürfen MieterInnen grundsätzlich in ihrer Wohnung halten – auch wenn im Mietervertrag eine generelle Verbotsklausel steht, denn ein Haustierverbot in Mietwohnungen gibt es nicht. Seit dem IGH-Urteil vom 22.12.2010, kann die Tierhaltung von Haustieren nicht mehr generell bzw. umfassend im Mietvertrag verboten werden. Gemäß den Urteilen des BGH und dem Mietrecht darf das Halten von Haustieren durch Vermieter nur mit Begründung abgelehnt werden. Die Zustimmung zur Haustierhaltung dürfen Vermieter also nicht grundlos verweigern. Haben bereits andere Mieter Haustiere, bedarf es eines nachvollziehbaren Grundes, warum für neue Mieter ein Tierverbot gelten sollte. Weiters kann eine einmal getroffene Vereinbarung nicht mehr einseitig, d.h. nur durch den Vermieter, rückgängig gemacht werden. Falls sich jemand ein Haustier anschafft, ist eine Erhöhung der Miete oder Nebenkosten nicht erlaubt.
Tierhaltung ist im Mietrecht in der Regel von der Art der Tiere abhängig und in Gruppen eingeteilt. Zu den sogenannten Kleintieren gehören beispielsweise Wellensittiche, Hamster, Mäuse, Meerschweinchen oder Fische, sie können in jeder Wohnung gehalten werden. Auch bei den Kleintieren gibt es einige Ausnahmen. Papageien, Frettchen und Ratten müssen dem Vermieter gemeldet und für ihre Haltung eine Genehmigung eingeholt werden. Auch bei Echsen, Schlangen oder Vogelspinnen ist die Erlaubnis des Vermieters notwendig, denn gefährliche Arten müssen vom Vermieter nicht geduldet werden, auch wenn Terrarien in der Mietwohnung erlaubt sind. Die zweite Gruppe bilden Hunde und Katzen, über die Erlaubnis ihrer Haltung kann im Einzelfall vom Vermieter oder im Streitfall vom Richter entschieden werden.

Autorin: Jasmin Pendl