Lärm aus der Nachbarwohnung

Lärm - Strichfiguren halten sich die Ohren zuWohnungseigentümer müssen Lärm aus einer Nachbarwohnung – selbst bei einer mangelhaften Schallisolierung – grundsätzlich dulden. Etwas anderes gilt nur, wenn diese Immissionen nicht verkehrsüblich sind oder aus einer unzulässigen Nutzung der Nachbarwohnung resultieren.

Nun hat der OGH aber in einem besonderen Fall entschieden, dass den Nachbarn dann besondere Rücksichtnahmepflichten treffen, wenn er den die Lärmimmissionen verursachenden unzureichenden Trittschallschutz selbst errichtet oder (wie hier) die Verbesserung des mangelhaften Trittschallschutzes durch die Eigentümergemeinschaft verhindert. In solchen Fällen hat er sich in seinem Wohnverhalten so einzuschränken, dass es zu keinen Beeinträchtigungen anderer Wohnungseigentümer kommt, die das ortsübliche Maß überschreiten. Der OGH stellt damit im Ergebnis – sehr erfreulich – klar, dass sich niemand auf einen schlechten baulichen Zustand „ausreden“ kann, wenn er die Beseitigung dieses Zustandes „torpediert“.

Hinweis: Die gesamte Entscheidung zum Nachlesen finden Sie bitte hier. Diese News wurde von Dr. Clemens Limberg Rechtsanwalts GmbH (LimLaw) zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu dieser hauptsächlich im Immobilienrecht tätigen Rechtsanwaltskanzlei finden Sie bitte hier.