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RICHTWERTERHÖHUNG AB 1. APRIL 2019

Seit 1994 gilt in ganz Österreich bei der Neuvermietung von Altbauwohnungen (das sind Mietwohnungen in Gebäuden, die vor dem 1.7.1953 errichtet wurden) das Richtwertgesetz (= RichtWG). Der nach diesem Gesetz berechnete „Richtwert-Mietzins“ stellt dabei jeweils die gesetzlich höchstzulässige Miete (exkl. Betriebskosten und Umsatzsteuer) dar.

Im RichtWG wird eine “Normwohnung” definiert. Anhand der Vor- und Nachteile, die eine tatsächlich Wohnung hat, wird durch Zu- und Abschläge der jeweilige konkrete höchstzulässige Mietzins berechnet.
Die Normwohnung laut RichtWG entspricht einer Kategorie-A-Wohnung. Diese Normwohnung ist mind. 30 Quadratmeter groß, verfügt über WC, Bad, Vorraum, ein Zimmer und eine Küche sowie eine Zentralheizung.

Der Richtwert ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Er beträgt ab 1.4.2019 je m2 Nutzfläche und pro Monat (in Euro):

  • Burgenland 5,30 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 5,09 €)
  • Kärnten 6,80 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 6,53 €)
  • Niederösterreich 5,96 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 5,72 €)
  • Oberösterreich 6,29 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 6,05 €)
  • Salzburg 8,03 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 7,71 €)
  • Steiermark 8,02 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 7,70 €)
  • Tirol 7,09 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 6,81 €)
  • Vorarlberg 8,92 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 8,57 €)
  • Wien 5,81 € (von 1.4.2017-1.4.2019: 5,58 €)

Die Werte werden alle zwei Jahre zum 1.4. angepasst, um die Inflation abzubilden. Die nächste Anpassung findet am 1.4.2021 statt.

Für befristete Mitverträge gibt es einen Abschlag :

Ist der Mietvertrag (egal auf wie lange) befristet, ist ein Abschlag von 25 Prozent gesetzlich vorgesehen.
Der Abschlag wird wie folgt errechnet: Der zulässige (angemessene) Hauptmietzins wird wie für einen unbefristeten Vertrag errechnet – von diesem Betrag werden 25% abgezogen.