(Un)Einigkeit unter Miteigentümern: Gesetzeslage Fenstertausch

16809106_1134181953376907_452674280_nUnabhängig davon wer aus dem Fenstern späht, es ist das Sichtfeld zur Außenwelt. Dabei bezieht sich eine der häufigsten Streitfälle in einem Wohnungseigentumshaus auf die Erhaltungspfichten betreffend Fenstertausch. Wer ist zuständig und noch wichtiger wer muss zahlen?

Ein aktueller Fall beim OGH betreffend Austausch schadhafter Holzkastenfenster im Zuge einer Sanierung sorgte für Aufsehen. Ihre all-in-one Gebäudeverwaltung berichtet über die Gesetzeslage:

Grundsätzlich gehören Erhaltungsmaßnahmen in den Bereich der ordentlichen Verwaltung. Dazu zählt auch die Reparatur und Erneuerung durch einen Fensteraustausch. Wird dies somit von der Mehrheit der Eigentümergemeinschaft beschlossen so kann man die nur wirksam anfechten, insofern als die Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit in Frage gestellt ist.

Dies bedarf allerdings einer starken Begründung, da es eine Gesetzeswidrigkeit erfordert. Dies ist der Fall, wenn das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) verletzt wird. Im derzeitigen gesetzlichen Streitfall zum Austausch der Holzkastenfenster in Kunstofffenster war die Sorge um den Verlust des Jugendstilcharakters des Hauses somit kein wirksamer Grund.

Diese News wurde von der all-in-one Gebäudeverwaltung GmbH, einem Unternehmen der Limberg Real Estate Group, zur Verfügung gestellt. Weitere Information dazu finden Sie bitte hier.