Wann ist kurzfristige Vermietung steuerpflichtig?

rechtssprechungEs herrscht oft getrübte Freude, wenn es um das Thema Steuern gibt. Im Zuge des Abgabenänderungsgesetzes im vergangenen Jahr (AbgÄG 2016) wurde die umsatzsteuerliche Behandlung kurzfristiger Vermietung von Grundstücken novelliert. Das betrifft insbesondere Konferenz- und Seminarräumlichkeiten. Ihre all-in-one Hausverwaltung gibt einen Gesetzesüberblick:

Laut § 6 Abs 1 Z 16 UStG idF BGBl I 134/2003 gilt sowohl Vermietung als auch Verpachtung von Grundstücken, die Geschäftszwecken dienen, generell als steuerfrei. Verzichten kann man darauf nur, wenn es der Mieter ausschließlich (ab 95%) für Umsätze verwendet, die einen Vorsteuerabzug nicht ausschließen. 

Werden Seminarräume beispielsweise an Ärzte oder Banken vermietet, ist die Option zur Steuerpflicht nicht gegeben. Demzufolge sind Vermietungsumsätze dann zwingend steuerfrei.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ergibt sich in der kurzfristigen Vermietung von Grundstücken. Handelt es sich um eine kurzfristige Vermietung während eines ununterbrochenen Zeitraums, der 14 Tage nicht überschreitet, dann ist diese zwingend steuerpflichtig, insofern als das Grundstück sonst nur zu Umsatzzwecken (ohne den Vorsteuerabzug auszuschließen) zur kurzfristigen Vermietung oder zu Wohnzwecken verwendet wird. Das ersetzt die Prüfung einer möglichen Vorsteuerabzugsberechtigung. Dafür bedarf es die Heranziehung der Mietverträge: Beträgt die Gesamtlaufzeit der Verträge mehr als 14 Tage so gilt dies als langfristige Vermietung.

Diese News wurde von der all-in-one Gebäudeverwaltung GmbH, einem Unternehmen der Limberg Real Estate Group, zur Verfügung gestellt. Weitere Information dazu finden Sie bitte hier.