Wegehalterhaftung für tödlichen Skiunfall

wintergefahrenWie nach jeder Skisaison, wurden auch heuer wieder die Gerichte mit den Wegesicherungspflichten (Absicherung von Skipisten) befasst. In einem besonders tragischen Fall nach dem Tod eines Familienvaters entschied der OGH zuletzt Folgendes:

Der Familienvater, der Kläger fuhr mit Skiern auf einer mittelschweren (roten) Piste in großen Carvingschwüngen mit 60 bis 65 km/h talwärts. In einer Kurve, die zum Unfallszeitpunkt durch Stangen und ein dazwischen gespanntes Absperrband „abgesichert“ war, verkantete der Skifahrer, kam zu Sturz, prallte gegen Bäume und erlitt dadurch letztlich tödliche Verletzungen. Die Hinterbliebenen des Verunglückten begehren vom Pistenhalter Schadenersatz. Das Erstgericht erkannte das Klagebegehren dem Grunde nach mit 50 % als zu Recht bestehend. Das Berufungsgericht wies das Klagebegehren zur Gänze ab. Der Oberste Gerichtshof hielt die vom Erstgericht vorgenommene Entscheidung für sachgerecht und bestätigte diese. Dazu begründete er: „Auch wenn im gegenständlichen Fall die Linkskurve samt bewaldetem Abhang für den Schifahrer aus ausreichender Entfernung erkennbar war, hätten infolge der zusätzlichen Gefahrenmomente (scharfe und „deutlich“ nach außen hängende Linkskurve; relative Steilheit des Geländes vor Einmündung in den Schiweg) Schutzmaßnahmen getroffen werde müssen, weil bei einem jederzeit möglichen Fahrfehler die Gefahr eines Absturzes mit drastischen Folgen bestand.”

Hinweis: Die gesamte Entscheidung zum Nachlesen finden Sie bitte hier. Diese news wurde von Dr. Clemens Limberg Rechtsanwalts GmbH (LimLaw) zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu dieser hauptsächlich im Immobilienrecht tätigen Rechtsanwaltskanzlei finden Sie bitte hier.