Wie Stiegenhäuser Bauvorschriften missachten: ÖNORM

705867_web_r_k_b_by_rainer_sturm_pixelio.de_Eine gewisse Regelungsflut wird gerade in Österreich immer wieder aufs Neue kritisiert. Dass dies aber sogar auf Stiegenhäuser zutrifft verwundert dabei viele. Ihre all-in-one Gebäudeverwaltung berichtet, inwiefern eine harmlose Stiege gegen Bauvorschriften verstoßen kann:
Sind Handläufe eines Stiegenaufgangs nicht komplett zu umfassen oder in einer Ecke unterbrochen, so gilt dies bereits als Regelverstoß. Auch ein zweiter gegenüberliegender Handlauf  auf einer Höhe von 100 Zentimetern muss vorhanden sein. Was bei Neubauten ganz klar zur Standardausrichtung gehört, ist in älteren Gebäuden aus der Gründerzeit nicht vorhanden. 

Hier sei angemerkt, dass beinahe jede dritte Wohnung in Wien vor dem Jahr 1919 gebaut wurde. Dabei beinhaltet die ÖNORM B1300, welche baulichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Objekt tatsächlich als sicher gilt. Kommt es zu einer Überprüfung durch einen Sachverständigen werden diverse Mängel aufgezeigt, was Eigentümer oft zur Verzweiflung bringt, da der komplette Umbau Unsummen kosten würde.

Doch das stiftet immer wieder unnötige Verwirrung: Die Regelung ist nämlich keinesfalls verpflichtend, sondern einfach freiwillig zu handhaben. Der Eigentümer kann, muss aber keinen zwingenden Umbau anordnen. Kommt es allerdings zu einem unglücklichen Sturz so gilt diese ÖNORM als Grundlage im Gericht. Würde man alle Häuser dementsprechend anpassen, käme eine enorme Flut an Kosten, da Fensterbänke oftmals zu niedrig sind oder die Breite eines Stiegenhauses Probleme macht.

Diese News wurde von der all-in-one Gebäudeverwaltung GmbH, einem Unternehmen der Limberg Real Estate Group, zur Verfügung gestellt. Weitere Information dazu finden Sie bitte hier.